{"id":5653,"date":"2020-05-04T07:35:53","date_gmt":"2020-05-04T07:35:53","guid":{"rendered":"http:\/\/wanderschule.world\/?p=5653"},"modified":"2021-09-15T09:01:45","modified_gmt":"2021-09-15T09:01:45","slug":"mahle-bericht-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wanderschule.world\/de\/mahle-bericht-2018\/","title":{"rendered":"Mahle Bericht 2018"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Mahle-Kopie.png\" style=\"padding: 10px; width: 50%\"><\/p>\n<h4><strong>WANDERNDE AGRARKULTUR<\/strong><\/h4>\n<p><strong>Die \u201eFreie Internationale Wanderschule fu\u0308r Biodynamische Agrar-Kultur\u201c hat es sich zum Ziel gemacht, die Demeter-Landwirtschaft in die Welt zu tragen \u2013 kostenlos und ohne wirtschaftliche Interessen.<\/strong><br \/>\n\u201eDer Absatz von Demeter-Erzeugnissen in Deutschland und anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, die inl\u00e4ndische Erzeugung stagniert dabei nahezu. Damit kommt immer mehr Demeter-Rohware aus au\u00dfereurop\u00e4ischen L\u00e4ndern, etwa der Tu\u0308rkei\u201c, sagt Ralf Kunert von der Naturamus GmbH, die Roh- und Ausgangssto\u00b1e fu\u0308r die Pharma- und Kosmetikindustrie bescha\u00b1t. In diesen L\u00e4ndern wu\u0308rden Landwirtschaftsbetriebe oftmals von Rohwarenh\u00e4ndlern bei der Umstellung auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise beraten. Diese haben in der Regel den Mehrpreis von Demeter-Waren sowie deren Profitabilit\u00e4t im Blick. \u201eBiologisch-dynamische Ma\u00dfnahmen werden immer weniger aus \u00dcberzeugung und aus einer gru\u0308ndlichen Ausbildung heraus angewendet\u201c, erl\u00e4utert Hans Supenk\u00e4mper, Berater fu\u0308r Demeter-Landwirtschaft und neben Ralf Kunert einer der Mitinitiatoren der Wanderschule.<br \/>\nSie verfolgen mit ihr ein sogenanntes Open-Source- Konzept. Das hei\u00dft, sie beraten interessierte Betriebe bei der Umstellung und Anwendung dieses besonderen Konzepts der Landwirtschaft ohne Eigennutz und finanzielle Interessen mit dem Ziel, sich so schnell wie m\u00f6glich u\u0308berflu\u0308ssig zu machen. Gleichzeitig sollen kompetente Beraterinnen und Berater vor Ort ausgebildet werden.<\/p>\n<p><strong>\u201eES GEHT UM DIE BEF\u00c4HIGUNG ZUR SELBSTST\u00c4NDIGKEIT\u201c<\/strong><br \/>\n<em>Hans Supenk\u00e4mper, biologisch-dynamischer Berater<\/em><\/p>\n<p>Die Tu\u0308rkei geh\u00f6rt bei der Wanderschule seit der Gru\u0308ndung von Demeter Tu\u0308rkei zu einer der wichtigsten Projektregionen. Im Fokus stehen aber auch L\u00e4nder ohne eigene Demeter-Organisationen wie Argentinien, \u00c4thiopien, Iran, Chile oder Kenia. In Kenia wurde erst vor kurzem ein Kurs fu\u0308r die Umstellung mit mehr als 5.000 Bauern durchgefu\u0308hrt. \u201eEin halber Hektar Land ern\u00e4hrt dort eine Familie\u201c, so Hans Supenk\u00e4mper. \u201eDie Kulturen sind sehr vielf\u00e4ltig \u2013 Ka\u00b1ee, Avocados, Macadamianu\u0308sse und Gemu\u0308se, die relativ divers jeweils auf einer kleinen Fl\u00e4che gedeihen.\u201c Inzwischen wird das Projekt von den Kenianern selbst geleitet. \u201eAm meisten hat mich fasziniert, dass die Initiative, biodynamisch zu arbeiten, von den Menschen vor Ort kam und nicht von einer deutschen Firma, die Rohsto\u00b1e braucht\u201c, erg\u00e4nzt Ralf Kunert. Die Maxime der Bauern sei: Wenn es dem Baum gutgeht, geht es auch mir gut. Zudem k\u00f6nnten die Landwirte zu jedem Baum seine eigene Geschichte erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p><strong>FASZINATION KOMPOST<\/strong><br \/>\nFru\u0308her haben die Bauern in Kenia einfach eine Grube gegraben, um die pflanzlichen und tierischen Abf\u00e4lle loszuwerden; sie verrotteten dann mit der Zeit. Nun wurden richtige Komposte aufgesetzt.<\/p>\n<p>Ein Video erreichte das Team der Wanderschule, das die Faszination der Menschen von dieser Art der biologisch-dynamischen Kompostierung zeigt, die sich (im Gegensatz zur Grube) durch eine Innentemperatur von bis zu 65 Grad Celsius auszeichnet. \u201eEs geht eben nicht um Labels, sondern um Anbau bedingungen\u201c, erl\u00e4utert Hans Supenk\u00e4mper. \u201eWir haben einen gro\u00dfen Schritt gemacht in Richtung Erzeugerqualit\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p><strong>INTERDISZIPLIN\u00c4RE ZUSAMMENARBEIT<\/strong><br \/>\nDie Initiatoren erg\u00e4nzen sich mit ihren Erfahrungen optimal fu\u0308r die anstehenden Aufgaben. Zu langj\u00e4hriger landwirtschaftlicher Praxis und internationaler Beratungst\u00e4tgkeit kommen umfangreiche Kenntnisse im Einkauf von Rohwaren und in der nationalen und internationalen Qualit\u00e4tssicherung des Demeter-Verbands hinzu.<\/p>\n<p>Ein \u00e4hnliches Konzept wie die Wanderschule gibt es bisher nicht. Ihr Ziel ist es, die biologisch-dynamische Ausbildung so zu gestalten, dass sie unmittelbar zu qualitativ hochwertigeren Erzeugnissen fu\u0308hrt und gleichzeitig die Umwelt profitiert. Dieser Anspruch, der an die Gegebenheiten und die kulturellen Faktoren in den Regionen angepasst wird, soll auf Augenh\u00f6he ohne Bevormundung stattfinden und sich selbstst\u00e4ndig weiterverbreiten. Im Konzept der Wanderschule geht es so auch um tiefere Aspekte der Zusammenarbeit:<br \/>\n<strong>Suchen, Finden und Pflegen,<\/strong> das hei\u00dft Unterstu\u0308tzung beim Entwickeln eines erweiterten Verst\u00e4ndnisses fu\u0308r die Bedeutung der Landwirtschaft.<br \/>\n<strong>Impulse geben und Bewusstsein schaffen,<\/strong> also den Menschen zu bef\u00e4higen, aus eigener Begeisterung und durch ehrliche biologisch-dynamische Arbeit gute Produkte zu erzeugen. So kann eine st\u00e4ndige Balance und Weiterentwicklung, zwischen dem Ideal und den realen M\u00f6glichkeiten des Hofes erzielt werden.<br \/>\n<strong>Wahrnehmen, Begegnen, Austauschen,<\/strong> durch den Austausch von Erfahrungen und Wissen in die Selbstst\u00e4ndigkeit und Selbstverantwortung fu\u0308hren.<br \/>\n<strong>Strukturieren, Organisieren, Versorgen,<\/strong> bedeutet gute Strukturen zu entwickeln, um professionell und wirtschaftlich arbeiten zu k\u00f6nnen, in einer offenen und ehrlichen Begegnung mit allen Beteiligten.<br \/>\nDie Idee, die gemeinsam getragen wird und ganz praktisch im Boden wurzelt und w\u00e4chst, bildet den Rahmen fu\u0308r zuku\u0308nftige biologisch-dynamische Arbeit. Die Quintessenz ist dabei, die \u201ebiologisch-dynamische Entwicklungsbegleitung als \u201aAbenteuer\u2018\u201c zu sehen, in einem Raum, der Kreativit\u00e4t zul\u00e4sst und diese in praktischen Nutzen transformiert.<\/p>\n<p><em><strong>Hans Supenk\u00e4mper<\/strong><br \/>\nDer ehemalige Demeter-Landwirt ist heute Berater fu\u0308r biologisch-dyamischen Landbau \u2013 vor allem<br \/>\nin Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern. Er pr\u00e4gte den Begriff des \u201espirituellen Kompostierens\u201c,<br \/>\nder bedeutet, dass der Mensch aus seinen individuellen \u201eAbf\u00e4llen, Einseitigkeiten und Hindernissen\u201c<br \/>\nneue F\u00e4higkeiten und Kr\u00e4fte fu\u0308r soziale Prozesse entwickeln kann. Seit 2007 ist er im Auftrag der<br \/>\nWALA Heilmittel GmbH fu\u0308r die Entwicklung des biologisch-dynamischen Rosenanbaus weltweit<br \/>\nunterwegs.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/2018-Mahle-geschaeftsbericht-20181-Ausschnitt.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Download PDF<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>WANDERNDE AGRARKULTUR Die \u201eFreie Internationale Wanderschule fu\u0308r Biodynamische Agrar-Kultur\u201c hat es sich zum Ziel gemacht, die Demeter-Landwirtschaft in die Welt zu tragen \u2013 kostenlos und ohne wirtschaftliche Interessen. \u201eDer Absatz von Demeter-Erzeugnissen in Deutschland und anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, die inl\u00e4ndische Erzeugung stagniert dabei nahezu. 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